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Kardinal König hatte ein besonderes Talent für Sprachen, das ihm wohl als Geschenk in die Wiege gelegt worden war, das er aber auch ganz bewußt pflegte. So betete er zum Beispiel sein Brevier jeden Monat abwechselnd in einer anderen Sprache: einmal auf Deutsch, dann auf Englisch, danach auf Französisch und schließlich auf Italienisch - um dann wieder mit Deutsch zu beginnen. "Der liebe Gott versteht mich in jeder Sprache", pflegte er mit verschmitztem Lächeln zu sagen "und ich komme nicht aus der Übung."
(Annemarie Fenzl)
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