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Jede Art meines Todes nehme ich bereitwillig an aus Gottes Hand, im Glauben und Vertrauen auf den auferstandenen Herrn, dass nun „mein Leben mit Christus verborgen ist in Gott“ (Kol 3,1).
Ich bitte alle, denen ich in irgendeiner Weise weh oder Unrecht getan habe, um Verzeihung, wie auch ich von Herzen allen verzeihe, die mir im Leben weh getan haben.
Mein Leben ist weiterhin verbunden gewesen mit der Geschichte und dem Geschick der Erzdiözese Wien. Mit schwerem Herzen habe ich seinerzeit diese Aufgabe übernommen, mit großer Dankbarkeit lege ich sie zurück in die Hände dessen, der mich zu dieser Aufgabe gerufen hatte und das ergänzen wird, was meine Fehler und Schwächen unerfüllt gelassen haben.
Ich danke allen, und es sind nicht wenige, die mit mir zusammengearbeitet haben und die mir geholfen haben, das schwere Amt des Erzbischofs mitzutragen. Ganz besonders danke ich allen, die mir in persönlicher Freundschaft verbunden gewesen sind.
Ich danke den Barmherzigen Schwestern, die mich bereitwillig in ihrem Altenheim aufgenommen haben. Hier konnte ich noch viele gute Jahre verbringen. Auf diese Weise hatte ich Gelegenheit, mich noch ein wenig seelsorglich nützlich zu machen und meine priesterlichen Dienste der Gemeinde St. Katharina zur Verfügung zu stellen.
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So lege ich, im Vertrauen auf die Glaubensgemeinschaft der Kirche, die uns diesseits und jenseits des Grabes miteinander verbindet, voll Zuversicht mein Leben in die Hände des Herrn zurück, der mich erschaffen, erlöst und zu seinem Dienst berufen hat. Der Herr beschütze die Wiener Erzdiözese, die sich am Beginn des 3. Jahrtausends auf einem guten Weg befindet.
In te, Domine, speravi, non confundar in aeternum.
Ich bitte, soweit dies möglich ist, um ein einfaches Begräbnis. Mein Wunsch ist nur: an meinem Sarg die Osterkerze nicht zu vergessen. ...
F. Kard. König emeritierter Erzbischof von Wien
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