Gott kann uns immer wieder überraschen! - Gedanken zum vierten Jahrestag der Wahl von Papst Franziskus

Am 13. März 2017 feiern die Katholiken auf der ganzen Welt – aber nicht nur sie – mit Papst Franziskus den vierten Jahrestag seiner Wahl zum Bischof von Rom und damit zu ihrem Oberhaupt. Wir sind sicher: Kardinal König teilt diese Freude im Himmel aus vollem Herzen!

In einem Gespräch mit dem italienischen Journalisten Gianni Licheri, welches im Jahr 1986 in Buchform unter dem Titel: "Der Weg der Kirche" im Patmos Verlag herausgekommen ist, stellte Kardinal König schon damals prophetisch zum Weg der Kirche im dritten Jahrtausend fest: "…die wahre Kraft der Kirche ist heute in anderen Kontinenten zu suchen: in Afrika vor allem und zum Teil auch in Lateinamerika und Asien. Der Schwerpunkt der Kirche ist nicht mehr in Europa. Auf jeden Fall bin ich heute alles andere als ein Pessimist…"

Und am 13. März 2013 hat es sich bewahrheitet: der neu gewählte Papst, Jorge Mario Bergoglio, war bis zu seiner Wahl zum neuen Nachfolger auf dem Stuhl Petri am 13. März 2013 Erzbischof von Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens.

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An diesem Mittwoch, dem 13. März 2013, es war dies der 9. Todestag Kardinal Königs, wurden aus diesem Anlass zwei Gottesdienste für ihn gefeiert: am Vormittag, wie an jedem 13. des Monats, in der Basilika von Mariazell und am Abend um 18.30 in der von den Jesuiten betreuten Konzilsgedächtniskirche in Lainz.

Und da – der Gottesdienst war gerade bis zum Gabengebet gekommen – erschien gegen 19 Uhr auf den Displays einzelner Handys (die sozusagen standby eingeschaltet geblieben waren) die Nachricht vom weißen Rauch auf dem Dach der Sixtinischen Kapelle.

Während der anschließenden Agape im "Karl Rahner-Saal" des "Kardinal König-Hauses" kam dann die Nachricht von der nach verhältnismäßig kurzer Dauer (nur 5 Wahlgänge) erfolgten Wahl des argentinischen Kardinals Jorge Mario Bergoglio, eines Mitglieds des Jesuitenordens, der für sich den Namen FRANZISKUS gewählt hatte. Wenn er dabei auch natürlich ohne Zweifel an Franz von Assisi gedacht hat, so bewegte alle, die diesen Moment im Karl Rahner-Saal miterlebten, doch der Gedanken an Kardinal König, dem hier, nach allgemeiner Überzeugung, durchaus ein gewisses Mitwirken vom Himmel aus zuzutrauen war. Denn dieser hatte bis zu seinem Lebensende immer wieder positiv hervorgehoben, dass die katholische Kirche, vor allem durch das Weltereignis des Konzils, endlich ihr "europäisches Kleid" abgelegt habe.

Damit hat Gott die ganze Welt wieder einmal eindrucksvoll überrascht – und Papst Franziskus hat uns bis auf den heutigen Tag nicht enttäuscht. Er geht uns – im Vertrauen auf einen barmherzigen Gott und unbeirrt durch zum Teil böswillige Kommentare von Menschen, die ihn, nach seiner eigenen Einschätzung, "noch immer nicht verstehen" – mutig und mit sicherem Schritt voran, hin zu einer Kirche, die bei den Menschen ist und ihnen aus ehrlichem Herzen dienen will.

So freuen auch wir von der Kardinal König-website uns heute mit ihm und versichern ihn unseres Gebetes und wünschen ihm – ganz irdisch – auch weiterhin alles Gute und viel Kraft und Hilfe von oben für seinen fast übermenschlich großen Auftrag in unserer multikulturellen und sich so schnell verändernden Welt und Zeit, die gerade in unseren Tagen so beängstigend friedlos ist!

Kardinal Schönborn: "Nichts braucht Welt mehr als Liebe und Barmherzigkeit. Dafür steht Franziskus"

Den einen ist Papst Franziskus zu liberal, die anderen fordern ungeduldig die Modernisierung der Kirche - "er geht da unbeirrt seinen Weg." Das schrieb Kardinal Christoph Schönborn am Freitag in seiner aktuellen Kolumne in der Gratiszeitung "Heute" über den vor fast genau vier Jahren - am 13. März 2013 - gewählten ersten Südamerikaner auf dem Stuhl Petri im Vatikan. Dass Jorge Mario Bergoglio zum Bischof von Rom wurde, "war eine Überraschung", erinnerte Schönborn, "die erste von vielen späteren Überraschungen".
"Wofür steht Franziskus?", so der Wiener Erzbischof. Schon sein Name, den er wählte, stehe für sein Programm: "Wie der Heilige von Assisi wollte er eine arme Kirche, in der die Armen an erster Stelle stehen." Schönborn erwähnte die erste Papstreise, die auf die Flüchtlingsinsel Lampedusa führte, die erste Visite in einem europäischen Land - dem verarmten Albanien. Barmherzigkeit sei sein Thema und sein Anliegen, stellte Schönborn über Franziskus fest. Niemand solle sich in der Kirche ausgegrenzt fühlen.
Gegenüber jenen kritischen Stimmen, "vor allem aus den eigenen Reihen", die sich vier Jahre nach dem Beginn des Pontifikats "mehren", hielt Kardinal Schönborn fest: "Nichts braucht unsere Welt mehr als Liebe und Barmherzigkeit. Dafür steht Papst Franziskus. Gott sei Dank!"
[Zitiert nach: Kathpress Tagesdienst, 10. März 2017, S. 4.]

Solidarität mit Papst Franziskus

Aufgrund zunehmender Anfeindungen aus den eigenen Reihen, gerade von jenen, die in vergangenen Jahren immer unbedingten Gehorsam gegenüber dem Papst einforderten, wenn es ihrer eigenen Meinung entsprach, formierte sich eine internationale Initiative unter dem Titel: "Solidarität mit Papst Franziskus".

Gebet für Papst Franziskus

Und weil wir, mit Kardinal König, der festen Überzeugung sind, dass das persönliche Gebet die stärkste Kraft ist, die uns Menschen hier auf Erden zur Verfügung steht, widmen wir Papst Franziskus zu seinem vierten Jahresjubiläum und auch für die Zeit, die Gott ihm noch hier auf Erden schenken wird, ein Gebet – es ist ein irischer Segenswunsch, den auch Kardinal König, der Irland sehr geliebt hat, oft und gerne verwendet hat:

“Möge Gott vor dir gehen, um dir den rechten Weg zu zeigen.

Möge Gott neben dir sein, um dich in die Arme zu schließen
Und dich zu schützen gegen Gefahren  von links und rechts. 

Möge Gott hinter dir sein, um dich vor dem Hinterhalt böser Menschen zu bewahren.

Möge Gott unter dir sein, um dich aufzufangen, wenn du fällst und dich aus der Schlinge zu ziehen, wenn Gefahr droht.

Möge Gott in dir sein, um dich zu trösten, wenn du traurig bist.

Möge Gott um dich sein, um dich zu verteidigen, wenn andere über dich herfallen.

Möge Gott über dir sein, um dich zu schützen.

Möge Gottes Macht dich aufrechterhalten.

Möge Gottes Auge auf dich schauen.

Möge Gottes Ohr dich stets hören.

Möge Gottes Wort immer für dich sprechen.

Möge Gottes Hand auf dir ruhen.“

So behütet, wird uns Papst Franziskus hoffentlich noch lange furchtlos und freudig vorangehen! Das ist unser Wunsch als Kardinal König Website zum heutigen Tag!

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